Unsere Jugendgruppe hat nun einen neuen festen Anker in den Räumen der F.I.B.S.-Beratungsstelle an der Steinbrinkstraße 227 gefunden. Dort können sich die Jugendlichen künftig regelmäßig treffen, ankommen, loslegen und vielleicht auch etwas kreieren: einen Gedanken, ein Bild, oder einfach das gute Gefühl: Hier sind wir richtig.
Begleitet wird die Gruppe von Andreas Kinzig, der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement im Sternenzelt e.V. einbringt. Einmal im Monat trifft er sich mit den Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren, die einen nahestehenden Menschen betrauern. Aktuell gehören sechs Jugendliche zur Gruppe, zwei von ihnen sind neu dazugekommen.
Die Jugendlichen brauchen nicht nur gemeinsame Erlebnisse, sondern auch einen Ort, an dem sie sich wiederfinden können. Genau das entsteht hier“, sagt Andreas Kinzig.
Neu indes ist die Jugendgruppe nicht. Und auch die Bewegung gehört seit Jahren zu ihrem Konzept. Mal geht es raus, mal wird etwas ausprobiert, oft bestimmen die Jugendlichen selbst, worauf sie Lust haben. Jüngst stand zum Beispiel Kartfahren auf dem Programm. Denn Trauerarbeit mit Jugendlichen bedeutet nicht, nur über Trauer zu sprechen. Sie bedeutet auch: erleben, lachen, ausprobieren, sich spüren, Gemeinschaft erfahren.
Umso wichtiger ist nun die neue feste Anlaufstelle. Zwischen Ausflügen und Aktionen kann die Gruppe in der Steinbrinkstraße zusammenkommen. Dort ist Platz für Gespräche, kreative Angebote, Materialien und alles, was im Laufe der Zeit entstehen darf – Gebasteltes, Gemaltes, Erinnerungsstücke, Ideen.
„Das ist schön und besonders“, sagt Nicole Peters-Bokelmann, 1. Vorsitzende des Sternenzelts und zugleich Leiterin der F.I.B.S.-Beratungsstelle. Sie freut sich, dass die Jugendgruppe nun von der Kooperation zwischen Sternenzelt und F.I.B.S. ganz konkret profitiert. Beide Einrichtungen verbindet aus verschiedenen Richtungen das Ziel, Kinder, Jugendliche und Familien in schweren Lebenssituationen zu stärken.
Dass aus der Kooperation nun auch ein fester Ort für die Jugendgruppe wächst, ist mehr als praktisch. Es ist auch ein sichtbarer Beleg für die Stärke des Oberhausener Palliativnetzes, in dem sich die zahlreiche Akteure aus der Oberhausener Hospiz- und Palliativarbeit finden – auch das Sternenzelt und FIBS sowieso.

