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Goldregen für‘s Sternenzelt

10.Mai 2022 | News

Der Bottroper Verein Sternenzelt e.V. hat über die Bottroper Bürgerstiftung eine Spende in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Der Weg des Geldes ist goldig.

Es ist schrecklich, wenn im Kindesalter Mutter oder Vater sterben. Das gleiche gilt für den Tod von Geschwisterkindern oder den Großeltern. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 800.000 Kinder, die einen oder beide Elternteile verloren haben. Der Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit liegt dann nur zu oft auf dem verbleibenden Elternteil bzw. den Erziehenden. Das Sternenzelt kümmert sich seit 17 Jahren zunächst nur in Oberhausen später auch in Bottrop ausdrücklich um trauernde Kinder und Jugendliche und ist seit anderthalb Jahren in Bottrop als Verein registriert. Ein Verein, der ausnahmslos von Spenden lebt.

Mit diesem Wissen feierte ein Bottroper Ehepaar im Frühjahr 2022 seine goldene Hochzeit, und bat die Gäste, auf Geschenke zugunsten einer Geldspende zu verzichten. Damit das Geld gut angelegt wird, wandte sich das Paar an die Bottroper Bürgerstiftung und fragte nach einer ehrenwerten Einrichtung, die das Geld benötigen könne. Vielleicht wollte es der Zufall so, dass die systemische Kinder- und Jugendtherapeutin und erste Vorsitzende des Sternenzelts Nicole Peters-Bokelmann erst kurz zuvor einen Vortrag über die Arbeit des Vereins hielt. Der Vortrag richtete sich an den Bottroper Lionsclub, zu dem auch der stellvertretende Vorsitzende der Bottroper Bürgerstiftung Dr. med. Wolfgang Ohm gehört. Ihm ist letztlich die Verknüpfung von Spendenwillen und Spendenziel zu verdanken. Knapp über 2.000 Euro werden nun an den Verein ausgezahlt.

Das Sternenzelt hat die Anzahl der Kindertrauergruppen aufgrund der großen Nachfrage in den zurückliegenden zwei Jahren von zwei auf sechs verdreifacht, wobei in jeder Gruppe zwischen sechs und zwölf Kinder sind. In Bottrop gibt es bisher erst eine Trauergruppe, weitere Interessenten mussten sich auf eine Warteliste setzen lassen. Mit dem gespendeten Geld kann nun eine zweite Trauergruppe rund ein Jahr finanziert werden. Es gibt also in Kürze auch wieder freie Plätze für betroffene Bottroper Kinder. „Unser Verein arbeitet mit pädagogischen und therapeutischen Fachkräften, die mit reduzierten Stundensätzen arbeiten. Außerdem entstehen weitere Kosten für die Verbrauchsmaterialien in den Gruppenarbeiten“, erklärt Peters-Bokelmann den Einsatz des Spendengeldes.

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